Studienformen - Für jeden das passende Modell

Studienformen

Studieren nach dem Baukasten-System:
Möglich gemacht hat dies das Bologna-Modell. 1999 von 29 Staaten in der italienischen Stadt Bologna beschlossen, sieht dieses eine gemeinsame dreigliedrige Studienarchitektur vor: Der Erstabschluss heißt Bachelor. Auf ihn folgt der Master und auf diesen das Doktorat. Worin besteht aber nun die große Flexibilität? Ganz einfach: Wer an einer Fachhochschule oder Uni einen Bachelor erworben hat, kann im Anschluss ein einschlägiges Masterstudium beginnen – und zwar grundsätzlich an jeder anderen FH oder Uni im In- oder im europäischen Ausland.

Bachelor: Sechs Semester
Das Erststudium ist damit wesentlich kürzer absolviert als dies früher der Fall war: Die Studiendauer eines Bachelorstudiums beträgt nun einheitlich sechs Semester. Danach ist bereits ein Einstieg ins Berufsleben möglich. Im Bachelorstudium wird Grundwissen vermittelt und die akademische Basis gelegt. 2009/10 befanden sich 70 Prozent der insgesamt an die 36.000 FH-Studierenden in einem Bachelor-Studiengang.

Studieren mit Job
7000 davon, also etwas mehr als ein Viertel, haben sich für die berufsbegleitende Variante entschieden. Berufsbegleitend, das heißt: Beruf und Studium sind miteinander vereinbar. Lehrveranstaltungen finden hier vorrangig am Abend, geblockt oder an Wochenenden statt. Verstärkt zum Einsatz kommt aber auch E-Learning oder Blended Learning: Letzteres verknüpft Einheiten im Heimstudium vor dem PC mit Präsenzmodulen an der FH. Eine weitere Studienoption bietet das Fernstudium, das in einigen Studienrichtungen ebenfalls möglich ist.

Wechselmöglichkeit
Nach dem Bachelor gibt es zwei Möglichkeiten: den Einstieg in das Berufsleben oder ein Masterstudium. Wer durch das Pflichtpraktikum bereits den Traumjob gefunden hat, ist mit dem Bachelor bestens gerüstet für eine erfolgreiche Karriere. Auch nach einigen Jahren im Job kann sich herausstellen, dass weitere akademische Expertise vorteilhaft wäre. Mit einem Masterstudium ist eine Vertiefung oder Spezialisierung durch einen solchen Weg möglich – und eventuell auch das Einschlagen einer neuen Richtung. Ob ein angestrebter Master zum absolvierten Bachelor passt, ist leicht durch die vorgeschriebenen ECTS-Punkte ersichtlich.

Master: Meist vier Semester
Das Masterstudium dauert üblicherweise drei bis vier Semester. Fachhochschulen und Unis im In- und Ausland bieten hier eine Vielzahl von Spezialisierungen. Immer mehr Studiengänge werden berufsbegleitend angeboten – ideal für all jene, die ihren Job für die Rückkehr zum Studium nicht ruhen lassen oder gänzlich aufgeben wollen. 2009/10 studierten 52 Prozent der rund 6900 Master- Studierenden berufsbegleitend. Die Vollzeit-Variante bietet sich vor allem für jene an, die ihr Masterstudium direkt im Anschluss an den Bachelor durchlaufen.

Forschung & PhD
Wer sein Herz für die Wissenschaft und/oder Forschung entdeckt hat, kann auch noch die dritte Stufe des Studiensystems erklimmen und an einer Uni einen einschlägigen PhD – also ein passendes Doktoratsstudium – absolvieren.

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