FH Magazin

Betreut, begehrt und gut bezahlt

Mit einem FH-Abschluss in der Tasche hat man ausgezeichnete Chancen auf dem Arbeitsmarkt.

So schön das StudentInnenleben und so spannend die Lehrinhalte auch sind, letztendlich bemisst sich der Erfolg eines Studiums daran, wie schnell man damit einen gut dotierten Job in der Wunschbranche bekommt. Wie erfolgreich die FH-AbsolventInnen in dieser Hinsicht sind, lässt sich zum einen an Zahlen ablesen, etwa, dass 98 Prozent der FH-AbsolventInnen gleich nach dem Studium einen Job finden und von Anfang an gleich gut verdienen wie andere HochschulabgängerInnen. Aber auch in der Einschätzung von Top-Personalern wie Florens Ebliger, Geschäftsführer des Personalberaters Eblinger & Partner, und Christoph Weissenböck, Corporate Communications Manager von karriere.at.

Image und Netzwerk

„FH-AbsolventInnen haben generell ein gutes Image auf dem Arbeitsmarkt“, so Weissenböck, „unter anderem, weil sie bei ihrem Abschluss noch relativ jung sind, aber trotzdem durch die Praxissemester Erfahrungen aus der Arbeitswelt mitbringen.“ Zusätzlich sei die enge Verbindung mit der Wirtschaft für die Studierenden ein Asset: „Da haben FH-AbsolventInnen Vorteile durch die Lehrenden aus der Wirtschaft“, so Eblinger, „weil sie so nach dem Studium direkt ein spannendes Netzwerk aus Lehrenden und Kommilitonen, die schon im Berufsleben stehen, mitbekommen. Und das ist sicher nicht unattraktiv.“ Außerdem wissen Österreichs Personalchef Innen noch etwas an den FH-AbsolventInnen zu schätzen, was sie durch die enge Verbindung zur Wirtschaft und die damit verbundene erstklassige Ausstattung der FHs mitbringen: „Man geht bei ihnen einfach davon aus, dass sie auf dem neuesten Stand der Technik sind.“

Hilfe von der Alma Mater

Hilfreich bei der Suche nach dem optimalen Arbeitsplatz sind aber neben all diesen harten Fakten und Qualifikationen diverse Soft Skills, die ebenfalls während der Ausbildung vermittelt werden. Dazu gehören Trainings zu wichtigen Themen wie „Wie präsentiere ich mich richtig?“, „Wie setze ich meine Körpersprache richtig ein?“ genauso wie rhetorische Schulungen und Unterstützungen beim Bewerbungsprozess. Und das nicht nur beim ersten echten Job, sondern schon bei der Suche nach dem besten Praktikumsplatz. Die übrigens manchen AbsolventInnen später die Jobsuche ganz erspart, denn bis zu einem Drittel der FH-Studierenden hat schon nach dem Praktikum ein Angebot in der Tasche. Für diejenigen, die sich weiter umschauen wollen, holen die FHs immer wieder spannende ArbeitgeberInnen direkt auf den Campus. Dabei präsentieren sich Unternehmen auf der Suche nach Spitzenkräften von morgen im Rahmen von Karrieremessen, auf denen konkrete Stellenangebote und Trainee-Programme vorgestellt werden.

Hilfe für GründerInnen

Und die AbsolventInnen, die ihre Zukunft eher in der Selbstständigkeit sehen, werden in den GründerInnenzentren durch eigene Programm bei den ersten Schritten unterstützt. Dazu gehören Angebote wie Einzelcoachings oder Bootcamps, in denen gemeinsam mit anderen Gründungswilligen an der Geschäftsidee gearbeitet wird; aber auch das Wissen und die nötigen Werkzeuge rund um harte Themen wie Computerlizenzen oder Musterverträge. Und wer seinen ersten Firmensitz nahe der Alma Mater gründen will, kann das teils in den Coworking Spaces tun, die von den Fachhochschulen zur Verfügung gestellt werden und auch den Zugriff beispielsweise auf die hauseigenen Labore oder Produktionsstätten gestatten. Was in der ersten Zeit dabei helfen kann, den Kopf für wichtigere Dinge als die Bürosuche frei zu haben. Um eines müssen sich die AbsolventInnen von Österreichs FHs im Jahr 2017 aber keinen Kopf mehr machen: dass ihr Abschluss in der Arbeitswelt jenen von UniversitätsabsolventInnen in irgendeiner Form nachstünde. „Das ist wirklich längst kein Thema mehr“, so Eblinger.

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