FH Magazin

Gesucht und gern genommen

Auf dem Arbeitsmarkt genießen FH-AbsolventInnen hohes Ansehen. Heimische Personalchefs schätzen vor allem das praxisrelevante Fachwissen, das sie mitbringen.

Die wichtigsten Fragen bei der Entscheidung für den besten Studiengang betreffen vor allem die Zeit danach: Kann ich mit meinem Abschluss meine beruflichen Träume verwirklichen, welche Chancen bringt er mir auf dem Arbeitsmarkt und welche Karrierewege stehen mir damit offen? Wichtig für die richtigen Antworten auf diese Fragen ist, sich von anderen Kandidaten und Kandidatinnen abheben zu können und aus dem Stapel der Bewerbungsunterlagen positiv hervorzustechen. Und mit einem Abschluss einer FH tut man das ganz definitiv bei Arbeitgebern und Personalern, denn diese Profis wissen, dass sie mit FH-Absolventen und -Absolventinnen nicht nur Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen mit Fachwissen, sondern auch mit Praxiserfahrung bekommen. Und beides ist heiß begehrt auf dem heimischen Arbeitsmarkt, wie die Verantwortlichen der großen Unternehmen erklären: „Wir sind auf dieses Potenzial angewiesen“, räumt beispielsweise Karl Lang, stellvertretender Leiter des Bereichs Human Resources CEE bei Siemens Österreich ein, „weswegen wir auch mit einigen Fachhochschulen kooperieren und teilweise in den Beiräten sitzen.“ Den Bedarf an gut ausgebildeten Spezialisten bestätigt auch Christiana Zenkl, Personalleiterin der Infineon Technologies Austria AG: „Wir suchen laufend hoch qualifizierte, technische Fachkräfte für alle Standorte in Österreich. Gerade mit den jüngst angekündigten Investitionen erhöht sich der Bedarf nochmals“, so die Personalchefin. „Und mit den Fachhochschulen besteht österreichweit eine enge und gute Zusammenarbeit.“

Bedürfnisse des Marktes erfüllt

Diese Kooperation mit der heimischen Wirtschaft sorgt für Studiengänge, in denen angehende Führungskräfte marktgerecht ausgebildet werden; hier weiß man, welche Fähigkeiten gebraucht werden und lehrt entsprechend dem späteren Bedarf. Was eben auch bei den späteren Arbeitgebern bekannt und beliebt ist, ebenso wie das Wissen, dass an den Fachhochschulen nicht nur graue Theorie, sondern auch handfestes praktisches Wissen vermittelt wird. „Die Kombination aus Praxis und Theorie sowie eine inhaltlich spezialisierte Ausbildung zeichnen das Fachhochschulkonzept aus“, lobt Zenkl. Auch Lang betont, wie wichtig diese Kompetenzen für seinen Konzern sind. „Es ist definitiv ein Asset, dass die Fachhochschulen verpflichtende Praktika vorsehen“, so der Siemens-Personalchef. Das bedeute, dass „das Wissen von FH-Absolventinnen und Absolventen sehr gut transferierbar ist und sie stark in der Umsetzung des operativen Projektmanagements sind.“ Eine Fähigkeit, die für sein Unternehmen besonders wichtig ist, weil bei Siemens 80 Prozent der MitarbeiterInnen im technischen Bereich tätig sind und nur 20 Prozent im kaufmännischen.

Jobmesse und Bewerbungstrainings

Deshalb geht man bei Siemens auch gern auf die FH-Studierenden zu und zeigt beispielsweise bei den Karrieremessen der Hochschulen Flagge: So ist das Unternehmen im Jahr auf über 40 Messen präsent und hat im Durchschnitt zwischen 100 und 150 offene Stellen in Österreich, für die qualifiziertes Personal gesucht wird. Eine Suche, die auf den Messen in einem entspannten Umfeld möglich ist, wie Lang betont: „Dort kann man wirklich ganz entspannt hingehen, da müssen weder die Studierenden noch die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen der Personalabteilungen geschniegelt und gekampelt sein“, so der Personaler. Vielmehr gehe es um Kompetenzen und einen Austausch im Plauderton, denn schließlich wollen sich auch die Unternehmen als modernes Umfeld für die Spezialisten und Spezialistinnen der Zukunft präsentieren. Wobei sich FH-Studentinnen und -Studenten auch vor den ganz formalen Bewerbungsgesprächen, Assessment-Centern und Auswahlverfahren für den Traumjob nicht fürchten müssen. Wie man sich dort präsentiert, rhetorisch brilliert und klassische Fallen vermeidet, gehört genauso zum Wissen nach einem FH-Studium wie Unterstützung für angehende Gründerinnen und Gründer, die lieber gleich selbst Personalchefs werden wollen – im eigenen Start-up.

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