FH Magazin

Lernkonzepte für jede Lebensphase

Abschlüsse in Vollzeit, berufsbegleitend oder am virtuellen Campus: An den FHs kann jede/r effizient so studieren, wie es am besten passt.

Geht nicht gibt’s nicht: An den Fachhochschulen gibt es für jede Lebenssituation einen effizienten Weg zum Wunschabschluss, der sich in der geplanten Studienzeit bewältigen lässt. Hier kann in Vollzeit, berufsbegleitend oder gleich auf dem virtuellen Campus gelernt werden – und in jedem Fall findet sich an den heimischen Fachhochschulen ein interessanter Studiengang, der in der passenden Form angeboten wird.

 

Volle Konzentration

„Ich habe mich für ein Vollzeitstudium entschieden, um mich ganz auf die Inhalte und Projekte konzentrieren zu können, die in meinem Bereich einfach eine besonders große Rolle spielen“, berichtet beispielsweise Bianca Leitner, die an der FH Salzburg den Masterstudiengang MultiMediaTechnology absolviert. Denn in der Kreativbranche sei es fast noch wichtiger, umgesetzte Projekte und ein spannendes Portfolio vorweisen zu können als das Abschlusszeugnis. „Da muss man einfach viel zusammenbekommen und diese Projekte sind sehr zeitintensiv“, sagt Leitner. Aber in einem Vollzeitstudium, das sich nicht zuletzt dank der verlässlichen Terminplanung gut organisieren lässt, sei das durchaus machbar – wenn man denn bereit ist, die zusätzliche Zeit zu investieren, und keine anderen Verpflichtungen zu erfüllen hat. Da die 32-Jährige ihren Bachelor berufsbegleitend absolviert hatte, war die Entscheidung für den Vollzeit-Master für sie die richtige, denn „das Berufsbegleitende hat mich manchmal dazu verleitet, nur das Nötigste zu machen“, erinnert sie sich. Und das sollte beim Master anders werden, dort wollte die Studentin den Kopf frei haben, um sich ganz auf das Studium konzentrieren zu können. Auch wenn das nach einigen erfolgreichen Berufsjahren mit Abstrichen verbunden war: „Ich habe mein Auto verkauft, und bin in ein Studentenheim gezogen, das geht sicher nicht für jeden“, weiß Leitner. Aber für sie war der Wunsch, „in einem Beruf erfolgreich sein zu können, in dem am Ende ein Produkt herauskommt“, groß genug, um diesen Schritt zu gehen. Dieser hat sich für sie als richtig herausgestellt: „Ich kann jedem ein Vollzeitstudium nur empfehlen, weil sonst irgendetwas immer leidet“, ist Leitner überzeugt.

Doppelt qualifiziert

Für Keno Mischling war die Ausgangssituation genau andersherum: Der heute 24-Jährige hat seinen Bachelor in Vollzeit absolviert „und das auch sehr genossen“, wie er betont. Während seines Masterstudiums Rechnungswesen & Controlling an der Grazer FH Campus 02 arbeitet er jetzt aber Vollzeit im Finanzbereich der ams AG, weil er sich davon einen wichtigen Vorteil erwartet: „Ich will die Möglichkeit nutzen, am Ende des Studiums nicht nur einen Mastertitel, sondern auch schon Berufserfahrung und damit einen Vorteil auf dem Arbeitsmarkt zu haben“, erklärt er. Und für dieses Ziel ist er auch bereit, auf einiges an Freizeit zu verzichten. „Ganz wichtig ist gutes Timing, ohne das geht es einfach nicht“, erzählt er. „Und man sollte sich von Anfang an dessen bewusst sein, dass man bei der Freizeit Abstriche machen muss – allerdings ist es ja auch ein überschaubarer Zeitraum.“ Den hat er inzwischen zur Hälfte absolviert, und ist „schon ein bisschen erschöpft“, wie er zugibt. Allerdings hilft ihm seine FH in vielerlei Hinsicht dabei, Arbeit und Studium unter einen Hut zu bringen. Unter der Woche steht Mischling voll im Berufsleben, Freitag und Samstag besucht er die Lehrveranstaltungen, gelernt wird abends und am Sonntag – „aber erst einmal wird sonntags ausgeschlafen“, stellt er klar. Hilfreich bei seinem ehrgeizigen Plan ist für ihn die Flexibilität, die seine FH ihm bietet: „Ich habe schon zweimal wegen beruflicher Auslandsaufenthalte eine Prüfung verpasst, es wird dann ein neuer Termin zugeteilt, so verfällt nichts. Und da schaut auch niemand komisch“, verdeutlicht er, dass die Lehrenden wissen, mit welchen Herausforderungen Studierende mit Beruf konfrontiert sind.

Lernen und leben

Wie wichtig die professionelle Unterstützung der FH ist, wenn man nicht mehr 20 ist, und neben dem Studium noch andere Verpflichtungen hat, weiß auch Carina Gunacker, die an der Fern FH den Bachelorstudiengang Aging Services Management absolviert. Denn die 33-Jährige hat neben einem Teilzeitjob zwei wichtige Gründe, warum sie sich nicht ausschließlich auf das Studieren konzentrieren kann und will, und die sind vier und sieben Jahre alt. „Meine Töchter gehen inzwischen in den Kindergarten und in die Schule, somit ist das für mich jetzt die richtige Zeit gewesen, mein Studium anzufangen“, berichtet die ausgebildete Krankenpflegerin, die während der Kinderbetreuung immer auch Teilzeit gearbeitet hat. „Aber da gibt es neben den Kindern noch das Haus und und man will ja auch mal Urlaub machen – da muss man sich schon überlegen, was ins Budget passt“, ist sie realistisch. Weshalb die Entscheidung für das Fernstudium gefallen ist, das sich gut mit den Kids und dem Teilzeitjob vereinbaren lässt, weil die Infrastruktur für Gunacker einfach ideal ist. „Wir haben einen virtuellen Campus, arbeiten in Lerngruppen per Skype zusammen, sowohl die Mitstudierenden als auch die Lehrenden sind immer per E-Mail erreichbar. Für mich passt das einfach irrsinnig gut – auch wenn ich lügen müsste, wenn ich sagen würde, dass das nicht auch anstrengend ist.“

 

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