24. Sep 2021
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FH KREMS

Seltene Erden nachhaltig recyceln

Ein internationales Forschungsprojekt unter der Leitung der IMC FH Krems forscht an einer neuen Recycling-Methode für Seltene Erden. Ziel ist es, die wertvollen Metalle umweltfreundlich und nachhaltig aus Elektroschrott und Abwässern wiederzugewinnen.

Seltene Erden sind besondere Metalle, ohne die viele Hightech-Produkte nicht funktionieren würden. Sie werden z.B. für Smartphones, Notebooks, LED-Leuchten oder Elektromotoren benötigt und das in immer größeren Mengen. Aktuell kommen Seltene Erden zu etwa 90 Prozent aus China. Ihre Gewinnung ist teuer und aufwändig und die Preise für die Metalle steigen kontinuierlich.

Zukunftsweisend

Statt Seltene Erden zu fördern, könnten sie auch aus Elektronikmüll zurückgewonnen werden. Allerdings gibt es bisher noch keine umweltfreundlichen Recycling-Methoden. Daran forscht aktuell die IMC FH Krems gemeinsam mit Forschungspartnern aus Österreich und Tschechien im Projekt REEgain. Die Forscher*innen wollen Seltene Erden erstmals mithilfe von Mikroorganismen recyceln. Bakterien und Algen sorgen dafür, dass die Metalle umweltfreundlich und ohne schädigende Belastungen aus Elektronikmüll und Abwässern wiedergewonnen und nochmals verwertet werden können. Die neue zukunftsweisende Technologie soll insbesondere regionalen Unternehmen zugutekommen.

Grenzüberschreitend

Das Projekt REEgain ist eine tschechisch-österreichische Forschungskooperation unter der Leitung der IMC FH Krems. Projektpartner sind die Akademie der Wissenschaften der tschechischen Republik (Centrum ALGATECH), die Karl Landsteiner Privatuniversität und die Donau-Universität Krems. Das Projekt, das noch bis 2022 läuft, wird im Rahmen des EU-Programms "INTERREG V-A Österreich-Tschechische Republik" vom Europäischen Fonds für regionale Entwicklung gefördert. Es ist eines von 60 grenzüberschreitenden Projekten, die derzeit von Interreg Österreich-Tschechische Republik gefördert werden.