14. Jän 2022
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FH TECHNIKUM WIEN

Skisprung-Tests im Windkanal

Bernd Hintersteiner, Johannes Horvath, Daniel Hosp, Lorenz Pühringer und Mathias Stromberger studieren Human Factors & Sports Engineering an der FH Technikum Wien. Für ein Projekt im Rahmen ihres Bachelorstudiums konnten sie kürzlich Testmessungen mit Skisprung-Nachwuchs-Athlet*innen im Klima-Wind-Kanal Wien durchführen.

Normalerweise werden im Windkanal in Wien die Einflüsse von Wind und Kälte auf Züge und Straßenbahnen untersucht. Vereinzelt nutzt auch der Österreichische Skiverband (ÖSV) den Windkanal für Skisprung-Tests. Der Student Daniel Hosp, der früher nordischer Kombinierer war und immer noch als Koordinator beim ÖSV tätig ist, wusste das und gemeinsam hatten die Studierenden die Idee, eine Messreihe mit Skispringer*innen durchzuführen.

Studierendenprojekt mit Nachwuchs-Athlet*innen

Der ÖSV gab sein OK zur Teilnahme der Projektgruppe an den Tests und so konnte das Team vergangenen Herbst mit Nachwuchs-Athlet*innen aus dem C-Kader der nordischen Kombinierer ihre Messungen machen. Konkret untersuchten sie die Druckverteilung auf die Sohle im Schuh beim Sprung. "Wir wollten wissen, welche Bereiche der Fußsohle bei den verschiedenen Sprungstilen belastet werden", erklärt Johannes Horvath. Da sich die Fußstellung je nach Sprungstil ändert und die Projektgruppe Daten zu den unterschiedlichen Flugstilen sammeln wollte, ließen sie die Nachwuchsathlet*innen im V-, H- und A-Stil fliegen. Auch Daniel Hosp war als Proband bei den Testsprüngen mit dabei.

Die Annahme der Projektgruppe, dass beim Sprung die Hauptdrucklast nicht auf der Ferse, sondern auf dem Vorderfuß liegt und die Athlet*innen damit die Skiführung während des Flugs steuern, wurde bei den Messungen bestätigt. Aktuell werden die Detailergebnisse ausgewertet und die Studierenden erhoffen sich, daraus weitere Erkenntnisse für das Training der Athlet*innen ableiten zu können.