Studieren und Wohnen

Musst du für dein FH-Studium den Wohnort wechseln? Oder willst du einfach von zu Hause ausziehen? Wie und wo du während deines Studiums wohnen kannst, was du bei der Wohnungssuche beachten solltest und mit welchen Kosten für's Wohnen du rechnen musst, darüber informieren wir dich hier!

Wohnen im FH-Studium

In ganz Österreich gibt es 21 Fachhochschulen verteilt auf alle 9 Bundesländer. Jede FH hat ihr individuelles Studienangebot. Einige sind auf einen Studienbereich, z.B. Technik oder Gesundheit, spezialisiert, andere bieten Studiengänge in mehreren Bereichen an. Es kann daher sein, dass dein Wunschstudium nicht an einer FH in deiner Nähe angeboten wird und du zum Studieren von zu Hause ausziehen musst. 

In diesem Fall stehst du vor einer wichtigen Entscheidung, nämlich der, wo du wohnen kannst. Prinzipiell gibt es 3 Möglichkeiten für dich:

  1. Studierendenwohnheim
  2. Wohngemeinschaft
  3. Eigene Wohnung

Welche der 3 Wohnmöglichkeiten für dich in Frage kommt, wird nicht nur, aber auch von deinen finanziellen Möglichkeiten abhängen. Ein Zimmer in einem Studierendenwohnheim kostet üblicher Weise weniger als eines in einer Wohngemeinschaft und wer eine eigene Wohnung mieten möchte, muss mit noch höheren Kosten rechnen.

Wohnen im Studierendenwohnheim

An allen FH-Standorten gibt es entweder direkt am Campus oder in der näheren Umgebung Studierendenwohnheime. Wegen ihrer guten Lage und weil sie meist noch verhältnismäßig günstig sind, sind sie bei Studierenden beliebt und dementsprechend oft schnell vergriffen. Gerade für Studienanfänger*innen sind Wohnheime ideal – man findet hier rasch Anschluss und Hilfe, sich zum Studienstart gut zurechtzufinden. 

Unser Tipp: Informiere dich rechtzeitig über die Aufnahmebedingungen der Studierendenwohnheime in der Nähe deiner Wunsch-FH und bewirb dich so früh wie möglich um einen Platz! 

Die meisten Studierendenwohnheime haben eigene Websiten, auf denen du dir einen ersten Eindruck verschaffen und dich informieren kannst. Eine Übersicht über die Wohnheime in Österreich findest du auf der Wohnheimdatenbank der AK.

Wie wohnt man im Studentenheim?

In den meisten Wohnheimen hat man die Wahl zwischen einem Einzelzimmer, manchmal auch einem Doppelzimmer, einer Wohngemeinschaft (WG) mit eigenem Zimmer oder einer kleinen Wohneinheit.

  • Viele Zimmer haben ein eigenes Bad und WC. Es kann aber auch sein, dass zwei oder mehr Zimmer sich ein Bad und WC teilen. 
  • Es gibt Gemeinschaftsküchen, Gemeinschafts- und Fernsehzimmer, Studierräume und Waschküchen.
  • Die Zimmer können, müssen aber nicht möbliert sein. Zur Grundausstattung gehören Bett, Kasten, Schreibtisch, Sessel und Regal. Meist kannst du ein Zimmer aber auch unmöbliert mieten und deine eigenen Sachen mitbringen. Internet, TV- und Telefonanschluss sind vorhanden.

Wohnen in einer Wohngemeinschaft

In einer WG zu wohnen, ist unter Studierenden eine sehr beliebte und daher weit verbreitete Form des studentischen Zusammenlebens. Du kannst selbst eine Wohngemeinschaft gründen (z.B. mit Freunden) oder in eine bestehende WG einziehen – letzteres empfiehlt sich besonders, wenn du neu in eine Stadt kommst und hier noch niemanden kennst.

Es gibt verschiedene Größen von Wohngemeinschaften: Zweier-WGs, Dreier-WGs oder Wohngemeinschaften mit vier oder mehr Bewohner*innen. Üblicher Weise hat jede/r ein eigenes Zimmer und Küche, Bad, WC und Wohnzimmer werden geteilt. Da man in WGs sehr nahe zusammenlebt und viele persönliche und intime Bereiche teilt, sollte man alle Mitbewohner*innen unbedingt vorher kennenlernen bzw. sich selbst vorstellen und checken, ob man sich sympathisch findet und wie gut man zueinander passt.

Kosten für ein WG-Zimmer

Die Zimmerkosten können sehr unterschiedlich sein. Sie hängen von verschiedenen Faktoren ab: Studienstadt, Größe und Ausstattung der Wohnung, Anzahl der Mitbewohner*innen etc. In Wien, der größten Studienstadt in Österreich, musst du schon mit mindestens 400 bis 450 Euro für ein Zimmer rechnen. In anderen Städten wird es etwas günstiger sein.

Vor- und Nachteile einer Wohngemeinschaft

Gemeinsam mit anderen eine Wohnung zu teilen, hat Vor- und Nachteile und nicht jede/r ist für das Zusammenleben geeignet. Wer es gerne ruhig hat und nicht ständig von Menschen umgeben sein möchte, sollte sich das mit der WG vielleicht noch einmal überlegen. In einer Wohngemeinschaft muss man sich abstimmen und an Regeln halten (z.B. wenn es um's Putzen geht). Man ist schließlich nicht alleine! Dafür teilt man sich die Wohnungskosten, kann miteinander und bei gemeinsamen Aktivitäten Zeit verbringen und findet vielleicht Freunde für's Leben.

Wohnen in der eigenen Wohnung

Wer gerne alleine und mit mehr Privatsphäre leben möchte, für den sind die eigenen vier Wände sicher die beste Lösung. Allerdings auch die teuerste. Eine eigene Wohnung zu mieten, kostet auf jeden Fall deutlich mehr, als im Studierendenwohnheim oder in einer WG zu wohnen. Selbst wenn die Mietkosten ähnlich hoch sind, musst du in einer eigenen Wohnung zusätzlich auch noch Strom, Heizung, Internet und andere Nebenkosten wie z.B. anfallende Reparaturen bezahlen. Du solltest dir also im Vorfeld die Gesamtkosten möglichst genau durchrechnen und dir überlegen, ob und wie du eine eigene Wohnung finanzieren kannst. 

Wohnungssuche

Wenn die Finanzierung geklärt ist und einer eigenen Wohnung nichts im Weg steht, dann solltest du dich möglichst rasch auf die Suche nach einer geeigneten Wohnung machen. Bis du etwas Passendes, möglichst in der Nähe deiner FH, gefunden hast, kann es schon einige Zeit dauern. 

Unser Tipp!

Starte rechtzeitig mit der Suche nach einer geeigneten Wohnung – von der Erstbesichtigung bis zum Mietvertragsabschluss kann einige Zeit vergehen. Wohnungsinserate findest du auf Immobiliensuchseiten im Internet. Idealer Weise mietest du oder ziehst du ein Monat vor Studienbeginn in deine Wohnung ein.

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