Studium finanzieren

Du willst an einer Fachhochschule studieren und fragst dich, wie du dein Studium finanzieren kannst? Hier im FH-Guide geben wir dir einen Überblick über die wichtigsten Möglichkeiten zur Studienfinanzierung – von Studienbeihilfen und Stipendien bis hin zum berufsbegleitenden Studium.

Wie kann ich mein Studium finanzieren?

Studiengebühren, Lernunterlagen, Wohnen, Essen, Trinken, Handy, Internet, Kleidung, Freizeit und Hobbies – Studieren kostet Geld. Du hast verschiedene Möglichkeiten, dein FH-Studium zu finanzieren:

Elterliche Unterstützung

In vielen Fällen wird das Studium von den Eltern finanziert. Sie sind gesetzlich dazu verpflichtet, ein Kind bis zur Selbsterhaltungsfähigkeit, also bis zum Abschluss einer Berufsausbildung, finanziell zu unterstützen. Im Gegenzug muss das Studium ernsthaft und ziestrebig betrieben werden. Da Eltern aber nicht immer alle Kosten eines Studiums vollständig übernehmen können, arbeiten sehr viele Studierende nebenbei oder studieren berufsbegleitend.

Studienbeihilfe und Stipendien

Sind deine Eltern oder du selbst nicht in der Lage, alle Kosten, die mit deinem Studium verbunden sind, zu tragen, dann kannst du – sofern du die Voraussetzungen erfüllst – Studienförderung beantragen. 

Studienfördermöglichkeiten sind:

Detaillierte Informationen zu den Anspruchsvoraussetzungen und wie und wo du einen Antrag stellen kannst, findest du auf der Website der Studienbeihilfenbehörde

Leistungs- und Förderstipendien

Mit einem Stipendium kannst du dein Studium zwar nicht vollständig finanzieren, aber sie sind immerhin teilweise eine Unterstützung. Neben staatlichen Stipendien gibt es auch Leistungs- und Förderstipendien, die von Fachhochschulen und Universitäten selbst oder von Unternehmen und Organisationen augeschrieben werden. Die Bedingungen für eine Vergabe sind von Stipendium zu Stipendium anders. Die Gelder stammen aus öffentlichen Mitteln oder privaten Förderungen.

Leistungsstipendien werden für besondere Studienerfolge und andere außerordentliche Leistungen vergeben. Auswahlkriterium ist hier in der Regel der Notendurchschnitt. Die Stipendien werden nicht zentral, sondern von den einzelnen Fachhochschulen und Universitäten selbstständig vergeben. Es lohnt sich daher, auf der jeweiligen FH-Website nachzulesen, ob und welche Leistungsstipendien es gibt.

Dasselbe gilt für Förderstipendien. Auch sie werden nicht zentral, sondern von den einzelnen FHs oder Unis oder von Unternehmen und Organisationen ausgeschrieben und als Unterstützung für herausragende wissenschaftliche Abschlussarbeiten vergeben. 

Studieren und Arbeiten

Lt. Studierenden-Sozialerhebung 2019 arbeiten 65 % aller Studierenden, um ihr Studium zu finanzieren: zwei Drittel nebenbei, ein Drittel überwiegend. Egal ob Uni oder FH – neben dem Studium zu arbeiten, ist eine weit verbreitete Möglichkeit, das eigene Studium zu finanzieren.

Neben dem Studium jobben

In welchem Umfang du neben einem FH-Vollzeitstudium arbeitest, kann individuell ganz unterschiedlich sein. Die einen jobben nur in den Ferien, die anderen auch während der Studienzeit. Da ein FH-Studium im Gegensatz zur Uni stärker durchorganisiert ist und in den meisten Lehrveranstaltungen Anwesenheitspflicht gilt, empfehlen wir dir, einen regelmäßigen Nebenjob gut auf deinen Lehrveranstaltungsplan und die Studienzeiten abzustimmen. Mehr als ein Wochenendjob wird sich in den meisten FH-Bachelorstudiengängen realistischer Weise aber wahrscheinlich nicht ausgehen. Im Gegensatz zu FH-Masterstudiengängen: Sie sind an manchen FHs so organisiert, dass du neben dem Vollzeitstudium einer Teilzeitbeschäftigung nachgehen kannst.

Wenn du während deines Studiums einen Studierendenjob machst, ist es wichtig, wie viel du verdienst. Damit du die Studienbeihilfe oder die Familienbeihilfe weiterhin beziehen kannst, darfst du nicht mehr als 15.000 Euro im Jahr dazuverdienen. Andernfalls werden Beihilfen und Förderungen gekürzt oder gestrichen.

Berufsbegleitend studieren

Eine andere Möglichkeit, studieren und arbeiten unter einen Hut zu bringen, ist ein berufsbegleitendes FH-Studium. An österreichischen Fachhochschulen gibt es mittlerweile knapp 300 berufsbegleitende Bachelor- und Master-Studiengänge, in denen man die Möglichkeit hat, einen Vollzeit-Job und ein Studium zu kombinieren. Die Arbeit kann dabei facheinschlägig zum Studium passen, muss aber nicht. Je nach FH findet ein Teil der Lehrveranstaltungen online statt. Einheiten mit Anwesenheitspflicht werden unter der Woche abends, an Wochenenden oder als Blockveranstaltungen abgehalten. 

Außerdem gibt es an Fachhochschulen Fernstudiengänge. Die Lehrveranstaltungen finden überwiegend online statt und es gibt nur wenige Termine, wo du anwesend sein musst. Ein FH-Fernstudium lässt sich also mit einer Berufstätigkeit sehr gut kombinieren.

Für alle, die arbeiten und studieren wollen, bietet sich auch ein duales Studium an. Ein duales Studium kombiniert Studieren mit Berufstätigkeit. Nach einem Vollzeitjahr an der FH startet in der Regel die duale Phase, in der studiert und gearbeitet wird. Die Präsenzzeiten an der FH werden verringert und die Studierenden gehen einer Teilzeitbeschäftigung in einem Unternehmen nach. 

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