12. Aug 2021
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FH BURGENLAND

Home-Office-Burnout vorbeugen!

Corona hat unsere Art zu arbeiten verändert. In vielen Unternehmen wird Home-Office auch nach den pandemiebedingten Lockdowns weiter zum Einsatz kommen. Weil Arbeiten von Zuhause aber nicht automatisch entspannt, haben Gesundheitsexpert*innen der FH Burgenland  Tipps vorgestellt, wie man dem Home-Office-Burnout vorbeugen kann.

Zigtausende Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in Österreich und anderen Ländern haben während der vergangenen Lockdowns von Zuhause gearbeitet. Viele von ihnen mussten zusätzlich auch noch ihre Kinder betreuen und waren über Wochen und Monate ganz neuen Herausforderungen ausgesetzt. Um die körperliche und seelische Gesundheit der Betroffenen in diesen Zeiten zu stärken, haben Expertinnen und Experten aus dem Department Gesundheit der FH Burgenland Tipps und Empfehlungen zusammengestellt, die dabei helfen, in diesen herausfordernden Zeiten gut auf sich zu achten. 

Gönn' dir eine Pause

Das menschliche Gehirn kann über einen Zeitraum von eineinhalb Stunden Leistung erbringen. Danach braucht es eine Pause, damit der 90-minütige Leistungszyklus von vorne beginnen kann. Wichtig dabei ist, dass man in der Pause etwas völlig anderes tut: "Sitzt du schon länger vor dem Laptop, dann vertritt dir in der Pause die Beine. Warst du während deiner Arbeit körperlich aktiv, dann gönn‘ dir ein paar Minuten Ruhe", rät Carmen Braun. Sie forscht am Department Gesundheit der FH Burgenland und beschäftigt sich mit betrieblichem Gesundheitsmanagement, Pausenkultur in Betrieben und altersgerechtem Arbeiten. Auf keinen Fall sollte man Müdigkeit und Erschöpfung durch Kaffeekonsum kompensieren, so die Expertin.

Raus in die Natur

Den Arbeitstag zu strukturieren und ausreichend Bewegungseinheiten einzuplanen, empfiehlt wiederum Barbara Szabo. Sie lehrt und forscht schwerpunktmäßig in den Bereichen Psychosoziale Gesundheit am Arbeitsplatz, Schulische Gesundheitsförderung, Betriebliche Gesundheitsförderung im Setting Schule und Bewegungsförderung. "Spaziergänge und Yoga stärken Körper und Seele und wer die Möglichkeit zum Garteln hat, soll sich die Finger ruhig schmutzig machen und sich in der Natur erden", sagt Szabo.

Bewegung als Ausgleich

Zu regelmäßiger Bewegung an der frischen Luft rät auch der Leiter des Departments Gesundheit Erwin Gollner: "Flottes Gehen, Nordic Walking oder Radfahren heben die Stimmung und sorgen für psychische Ausgeglichenheit", so der Experte. Kinder sollten sich übrigens täglich eine Stunde im Freien bewegen, Erwachsene idealer Weise 150 Minuten pro Woche.