Das Berufspraktikum im FH-Studium

Das Berufspraktikum ist ein Pflichtpraktikum und fixer Bestandteil in vielen Bachelorstudiengängen an einer FH. Meist findet es im 4., 5. oder 6. Semester statt und dauert 10 bis 12 Wochen. Vereinzelt können auch mehrere Praktika vorgeschrieben sein. In Gesundheitsstudiengängen absolvieren Studierende beispielsweise in jedem Semester ein Praktikum. Berufspraktika können im In- und Ausland gemacht werden. Im Masterstudium sind Berufspraktika nur in Ausnahmefällen vorgesehen.

Ein Teil der Ausbildung

Ein FH-Studium ist eine praxisorientierte Ausbildung auf akademischem Niveau. Deshalb musst du in den meisten Bachelorstudiengängen ein verpflichtendes Berufspraktikum in einem Unternehmen oder einer Organisation absolvieren. Welche konkreten praktischen Inhalte es hat, legt jede FH selbst fest. Auf jeden Fall sollst du im Praktikum die Fachkenntnisse, die du dir im Studium bereits angeeignet hast, in der Praxis vertiefen und anwenden. Das Berufspraktikum ist Teil des Studienplans und du findest dort nähere Informationen, wann und wie oft du ein Praktikum machen musst, wo du es machen kannst und wie lange es dauert.

    7 Tipps, worauf du bei der Bewerbung um einen Praktikumsplatz achten solltest

    1. Du musst dich um dein Praktikum selbst kümmern. Die FH und der Studiengang unterstützen dich dabei mit Kontakten zu Unternehmen und Organisationen. Die Bewerbung musst du dann allerdings alleine aufsetzen. Wie das funktioniert, lernst du im Studium.
    2. Überlege dir rechtzeitig, wo du das Berufspraktikum machen möchtest. Die Branche muss zu deinem Studienfach passen. Ansonsten stehen dir aber viele verschiedene Möglichkeiten offen. Internationale Konzerne schreiben genauso Praktikumsstellen aus wie kleine österreichische Betriebe oder Start-ups. 
    3. Du kannst das Berufspraktikum auch im Ausland absolvieren und mit einer Auslandserfahrung kombinieren. In diesem Fall unterstützt dich das International Office an deiner FH bei der Vorbereitung und Organisation.
    4. Setze deine Bewerbung auf. Erkläre, warum du dich gerade für dieses Unternehmen interessierst, warum du die richtige Person für die Praktikumsstelle bist und was du dir erwartest bzw. wohin du dich beruflich später gerne entwickeln möchtest. Arbeitsproben und Projektbeispiele nicht vergessen!
    5. Lass' dich von einer Absage nicht entmutigen – manchmal sind mehrere Bewerbungen nötig, bis man den passenden Praktikumsplatz gefunden hat.
    6. Wenn du im Praktikum bist, arbeite engagiert. Sei interessiert, stell' Fragen und versuche, möglichst viel von den Kolleg*innen oder auch einem/einer Mentor*in zu lernen.
    7. Bleibe nach dem Praktikum mit dem/der Praktikumsgeber*in in Kontakt. Falls du nicht schon während des Praktikums ein Jobangebot für nach deinem Studienabschluss bekommst, bleibst du auf diesem Weg in Erinnerung. Das erhöht deine Chancen, dass du informiert wirst, wenn eine Stelle frei sein sollte.

    Habe ich im Berufspraktikum Anspruch auf Bezahlung?

    Einen gesetzlichen Anspruch auf Bezahlung hast du in einem Pflichtpraktikum dann, wenn es ein Arbeitsverhältnis ist. Dazu müssen bestimmte Merkmale erfüllt sein: Eingliederung in den Arbeitsprozess (d.h. du bist an Arbeitszeiten gebunden), Weisungsgebundenheit, persönliche Arbeitspflicht. Bei Bezahlung müssen Praktikant*innen für die Dauer des Praktikums bei der Gebietskrankenkasse angemeldet werden.

    Ist ein Praktikum kein Arbeitsverhältnis, dann hast du keinen Anspruch auf Entlohnung. Das bedeutet aber nicht automatisch, dass du gar nichts bekommst. Viele Unternehmen und Organisationen zahlen Studierenden in diesem Fall eine Vergütung. Wie hoch sie ist, hängt von deinen Qualifikationen und deinem Verhandlungsgeschick beim Bewerbungsgespräch ab. Auch die Größe des Praktikumsbetriebs kann eine Rolle spielen – große Unternehmen werden wahrscheinlich etwas mehr bezahlen als mittlere oder kleine.

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